1994: Deutsch-georgischer Kunstdialog

Ein Projekt mit georgischen Künstlerinnen und dem Verein "Kobalt – Frauen, Kunst und Medien e.V."
Die Künstlerinnen-Gruppe KOBALT lud Kolleginnen aus Georgien zu einem Workshop auf dem Kunsthof Lietzen in Brandenburg ein.
Bei vorherigen Begegnungen hatte sich gezeigt, daß die Verschiedenheit der historischen und kulturellen Prägung und die Diskrepanz zwischen den politischen und ökonomischen Situationen Verständnishemmnisse bilden, die nur zu leicht neue Fronten entstehen lassen.
Die bildende Kunst kann in dieser besonderen Situation eine wichtige Rolle übernehmen. Sie kann sprachunabhängige Eindrücke vermitteln und kulturübergreifende Gemeinsamkeiten verdeutlichen. In diesem Zusammenhang stellten sich für die Gruppe folgende Fragen:
-Wie definieren wir uns?
-Wieweit bedingen sich individuelle und gesellschaftliche Identität?
-Schließt das Identitätsbewußtsein die Abgrenzung gegen das Nicht-Dazugehörige ein?
-In welche bildnerischen Zeichen läßt sich Identität fassen?
Die künstlerisch und menschlich bereichernde Erfahrung, die im Laufe des Projektes gemacht wurde, wurden von KOBALT später an die Öffentlichkeit durch Ausstellungen weitergegeben. So wurden die Arbeitsresultate 1994 im Kunstmuseum von Tiflis und 1995 im Hamburg-Haus in Eimsbüttel gezeigt.

Nino Peradse bei der Arbeit Kunstprozesse
im Kunsthaus.
Besprechung der Arbeiten Anke de Vries in Entspannung

Für eine bessere Darstellung: Gewünschtes Bild anklicken!

Die Zusammenkunft der Künstlerinnen wurde dazu genutzt, die Gründungsveranstaltung für den Verein „KOBALT – Frauen, Kunst und Medien“ durchzuführen und eine Sektion dieses Vereins in Georgien anzuregen.

Das Projekt, organisiert von Anke de Vries, wurde vom Kulturreferat des Auswärtigen Amtes und der Kulturbehörde Hamburg finanziell unterstützt. Der begleitende Katalog ist leider vergriffen.

Zurück