1992 "Deutsch-deutscher Zeichenwechsel" -
Projekt von Anke de Vries und der Dresdner Künstlerin Karin Heyne

Zwei Frauen beginnen einen künstlerischen Dialog, in dem weitgehend auf das Wort verzichtet und dem Zeichen Vorrang gegeben wird. Hinter diesem Projekt steht der Gedanke, die unvollendete Annäherung zwischen Ost und West mit künstlerischen Mitteln weiterzuführen.
Nach ersten Mitteilungen, die sich an der persönlichen Umgebung orientierten, erfolgte allmählich ein thematisches Zusammenrücken. Die gegenseitig zugesendeten Darstellungen befassten sich mehr und mehr mit einer Selbstbefragung, mit der Suche nach dem unbeschadeten Kern, der die Wirren überlebt hat. Beide Künstlerinnen verschwinden nicht hinter ihren Bildern, sondern bleiben als Individuen sichtbar.
Ein Fazit des Projektes: Nicht länger finden die Umbrüche in der vermeintlichen Sicherheit der geographischen Entfernung statt, sondern in unserem Land, unseren Städten, unseren Häusern und unseren Köpfen.

Karin Heyne Anke de Vries Montage von Anke de Vries
Acyl auf Holz
Montage von Karin Heyne
verfremdetes Foto
und Grafik auf Papier.

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Das Projekt wurde von der Hamburgischen Kulturstiftung gefördert. Es entstand eine Broschüre, die unter dem Stichwort "DeuZei" gegen 5 Euro erhältlich ist.

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